Kulturwanderung

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Karl Pertl

Kulturwanderung


„Völs per pedes III“
Karl Pertl



Samstag, 13.05.2017
Beginn: 14:00 Uhr

Treffpunkt Dorfstraße-Süd beim Kreuz
(Abzweigung Rotental)
Dauer ca. 2,5 Stunden

Teilnahme frei
Begleitung und Erklärung Karl Pertl

Gutes Schuhwerk wird empfohlen!

 
Vermessungsstein 1746 In Fortsetzung unserer Kulturwanderungen „Völs per pedes I und II“ wollen wir nun ein weiteres Gebiet von Völs erwandern und uns Einblicke in lang vergangene Zeiten, geschichtliche Hintergründe und geologische Gegebenheiten vermitteln lassen.

Wir wandern nach Süden zum „Schießstand“ und zum „Krumöfele-Bichl“. Nun wird es „sagenhaft“ – die Sage vom „Roten Drachen“ begleitet uns. Der Blick nach Südwesten zeigt uns Ackerbauterrassen, die auf der Aufschüttung eines mächtigen Schwemmkegels (einstmals von einem mächtigen Bach durch das Rote Tal angeschwemmt), in früherer Zeit händisch angelegt wurden.

Wir kommen übers „Loch“ zu einem fast eben verlaufenden Waldweg, der über 100 Jahre (1790 - 1890) ein Teil der Verbindung ins Mittelgebirge war.

Übers Burgfeld gelangen wir zum eigentlichen Nassen Tal, auch die Grenze zur Gemeinde Birgitz. Nach dem Burgfeld treffen wir auf den Grenzstein des landesfürstlichen Waldes bei Vellenberg aus dem Jahre 1746.

Der Steig nach Birgitz wurde zur Zeit des Baues der Arlbergbahn um 1882/1883 errichtet, damit die Götzner und Birgitzer zum Bahnhof Völs gelangen konnten.
 
Vellenberg von Norden von Caspar Großrubatscher, 1830.
Vorne der ursprünglich zum Burgfrieden Vellenberg gehörige Weiler Bauhofen. Beim Brüggele ist heute noch der Rest eines Steinbruches zu sehen, der das Baumaterial für die St. Jodokskirche, den Ansitz Thurnfels und für die Völser Bauernhäuser lieferte.

Der Retourweg führt uns an der orographisch linken Bachseite zum Weiler Bauhof, der in früherer Zeit zur Burg Vellenberg gehörte. Die ehemalige Mühle und ein Sägewerk wurden mit dem Wasser des Völser Baches betrieben.
 
Ehemals „Alte Mühle“ und Sägewerk
– Erbhof „Bauhofmüller“ (Familie Singer) 1936 wurde dem Hof „Bauhofmüller“ der Titel Erbhof (Singer) verliehen. Im Weiler „Bauhof“ besichtigen wir den Stall des „Rudig-Hofes“. Das Tonnengewölbe vom Stall des „Praxnhofes“, wie er früher hieß, weist darauf hin, dass der Hof zu Vellenberg gehörte.

Kennen Sie den Ausdruck „Eselsteig“? Ein letzter Blick gilt den imposanten Stieleichen am Südhang des Blasienberges, die der natürliche Lebensraum der Hirschkäfer – eine geschützte Art – sind.

Die Wanderung endet beim Museum „Thurnfels“ im Marktgemeindeamt Völs.