Vortrag mit Bildern

Trennlinie
Maximilian I. und seine beiden Frauen, 
Relief von Niklas Türing am 
Goldenen Dachl in Innsbruck, 1500

Vortrag mit Bildern


Maximilian I. und Tirol
Der Kaiser starb vor 500 Jahren
Dr. Meinrad Pizzinini



Mehrzwecksaal NMS Völs
Freitag, 11.01.2019
Beginn: 19:00 Uhr

Eintritt: freiwillige Spenden
Musikalische Umrahmung: Wolfgang Schmitt

Vor 500 Jahren, am 12. Jänner 1519, starb Kaiser Maximilian I., weshalb ihn das Land Tirol heuer in den Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen stellt.

 
Blick in das Innsbrucker Zeughaus, 
Ansicht von Jörg Kölderer, um 1510
Im Jahr 1490 hatte er Erzherzog Sigmund den Münzreichen als Tiroler Landesfürst abgelöst. Wenn Maximilian auch betont hat, der Sattel sei seine Residenz, so hielt er sich doch – neben Augsburg – am liebsten in Innsbruck und Tirol auf. Hier erneuerte er die Hofburg, errichtete den Repräsentationsbau des Goldenen Dachl, weiters das Zeughaus, ein Waffenarsenal. Hier in Innsbruck befindet sich auch sein Grabmal, wobei es sich um das größte Kaisergrab überhaupt handelt. Er selbst ist allerdings nicht hier, sondern in Wiener Neustadt begraben.

Über Tirol sagte Maximilian, es sei wie ein rauer Bauernkittel, in dessen Falten man sich gut wärmen könne. Von großer Anziehungskraft waren für ihn Jagd und Fischerei in diesem gebirgigen Land. – Ein weiteres Zitat ist für ihn vielleicht noch bezeichnender, wenn er meinte, Tirol sei wie eine Geldbörse, in die man nie umsonst greife, wobei er auf den sehr ergiebigen Silberbergbau anspielte.

Unter Maximilian I. erhielt die Gefürstete Grafschaft Tirol die Grenzen, die bis nach dem Ersten Weltkrieg gültig blieben: Im Jahr 1500 wurden der Großteil des Pustertales und Lienz angeschlossen, 1504 die Unterinntaler Gerichtsbezirke Kufstein und Rattenberg sowie Kitzbühel (1506) und im Jahr 1516 die sog. Welschen Konfinen bis zum Gardasee.
 
Dr. Meinrad Pizzinini
Fotos: Foto-Archiv Meinrad Pizzinini, Völs
Univ.-Doz. Dr. Meinrad Pizzinini
ist Historiker, der durch 40 Jahre am Tiroler Landesmuseum gearbeitet hat. Über die Geschichte und Kulturgeschichte Alt-Tirols hinaus befasst er sich – seit seiner Dissertation über die Grafen von Görz – vielfach auch mit der reichen Kulturlandschaft Friaul–Julisch-Venetien.
 
Wolfgang Schmitt
Foto: Wolfgang Schmitt
Der Gitarrelehrer Wolfgang Schmitt wird den Vortrag musikalisch umrahmen.