Vortrag

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Univ. Prof. Dr. Brigitte Mazohl
Fotos: Univ. Prof. Dr. Brigitte Mazohl

Vortrag


Ein differenziertes Hofer-Bild schadet nicht

Univ. Prof. Dr. Brigitte Mazohl



Mehrzwecksaal NMS Völs
Freitag, 09.04.2021
Beginn: 19:00 Uhr

Eintritt:freiwillige Spenden

 
Andreas Hofer Denkmal in der Hofkirche 1834
Fotos: Univ. Prof. Dr. Brigitte Mazohl Andreas Hofer, der bekannteste „Insurgent“ des Jahres 1809, wird alljährlich in Tirol anlässlich seines Todestages am 20. April als „Freiheitsheld“ gefeiert. Im „Jubiläumsjahr“ 2009 fand, wie erstmals zum 100jährigen „Jubiläum“ 1909, in Innsbruck im Beisein von über 25.000 Teilnehmern der feierliche Landes-Festumzug statt, in dem des „Freiheitskampfs“ von Anno Neun gedacht wurde, um auf diese Weise, die bis heute ungebrochene „Freiheitsliebe“ der Tiroler, würdevoll in Szene zu setzen.

Die historischen Hintergründe freilich verblassten hinter der festlichen Bühne immer mehr. Dass das Jahr 1809 für Tirol und für Österreich tatsächlich eine Tragödie bedeutet hat, deren Folgen noch Jahrzehnte hinaus spürbar waren, dass Andreas Hofer zwar von bestem Willen beseelt, aber von der ihm zugewachsenen Verantwortung völlig überfordert war, geriet anlässlich dieser Jubelfeiern aus dem Blickfeld.
 
Andreas Hofer in der Hofburg
Franz von Defregger 1882
Fotos: Univ. Prof. Dr. Brigitte Mazohl Univ. Prof. Dr. Brigitte Mazohl, lehrte nach ihrem Studium in Salzburg und Wien und längeren Forschungsaufenthalten in Deutschland und Italien als Universitätsdozentin für Neuere Geschichte an der Universität Salzburg. Nach Gastprofessuren in Innsbruck und Klagenfurt wurde sie im Jahr 1993 als ordentliche Universitätsprofessorin für Österreichische Geschichte an die Universität Innsbruck berufen.